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Agile Supply Chains

Eine neue Strategie für erfolgreiches Supply Chain Management?

In letzter Zeit begegnet man immer wieder dem Begriff der „agilen Supply Chain“. Ein Thema, das zwar nicht ganz neu ist, aber aktuell wieder in den Fokus bei der Gestaltung von Wertschöpfungsketten gerückt ist.

Unternehmen sehen sich heute immer öfter damit konfrontiert, dass sich die Rahmenbedingungen und das Umfeld ihrer Aktivitäten sehr schnell und plötzlich ändern. Wettbewerbsvorteile erzielen jene Unternehmen, die dann in der Lage sind, ihre interne und externe Lieferkette am schnellsten oder sogar proaktiv auf diese Veränderungen einzustellen.

Wann ist eine Supply Chain agil?

Laut einer aktuellen Studie der Bundesvereinigung Logistik e.V. (BVL) und des Bundesverbandes Materialwirtschaft, Einkauf und Logistik (BME) (1) bestimmen drei Hauptfaktoren die Supply Chain Agility:

— Erkenntnisfähigkeit
— Flexibilität
— Umsetzungsgeschwindigkeit

Agile Unternehmen zeichnen sich folglich dadurch aus, dass sie Handlungsbedarf frühzeitig erkennen, sich flexibel auf neue Anforderungen einstellen und so neue Bedürfnisse möglichst schnell befriedigen können. Dabei ist die Umsetzungsgeschwindigkeit der Faktor, der den größten Einfluss auf eine Differenzierung im Wettbewerb hat.

Frage nach der ideale Supply Chain Strategie

Lean Supply Chain – agile Supply Chain, wie lautet nun die ideale Strategie für ein Unternehmen?

In der Beantwortung dieser Frage gilt es Vor- und Nachteile der verschiedenen Strategien abzuwägen. Beispielsweise werden zur Steigerung der Flexibilität im Bereich der Beschaffung in agilen Supply Chains höhere Bestände und damit erhöhte Lagerkosten in Kauf genommen. (2)  Um nur ein Differenzierungsmerkmal zu einer konsequent nach den Regeln des Lean Managements konzipierten Supply Chain zu nennen.

Unsere Erfahrung aus Supply Chain Optimierungsprojekten in verschiedensten Branchen hat gezeigt, dass eine Supply Chain immer individuell auf die Markterfordernissen pro Geschäftsfeld ausgelegt werden muss. Dabei werden in Abhängigkeit von der gewählten Strategie das optimale Verhältnis von Kostenstrukturen und möglichen Reaktionszeiten festgelegt.

Generell sind jene Unternehmen erfolgreich, die ihre Supply Chain Strategie zyklisch an die sich ändernden Rahmenbedingungen anpassen. Dabei kann der Zyklus der Veränderung einer Lieferkette beispielsweise an Neuprodukteinführungen, an Weiterentwicklungen von Produkten oder an das Ziel der Produktivitätssteigerung gebunden sein. Die Treiber für diese Änderungen sind vor allem Innovation, Engineering, Fertigungstechnologien und –strukturen sowie die Anforderungen der Anwender. Eine Supply Chain kann kein einmalig festgelegtes Konstrukt sein, sondern muss als dynamisches Gebilde gesehen werden.

 


Die STREMLER AG ist ein inhabergeführtes, europaweit tätiges Beratungsunternehmen, das seit fast 20 Jahren auf Unternehmensentwicklung und Optimierung integrierter Wertschöpfungsketten spezialisiert ist.

Als europaweit gefragter Partner von Großkonzernen und mittelständischen Unternehmen, identifiziert und realisiert STREMLER das einzigartige Potenzial, das in der Wertschöpfungskette eines Unternehmens liegt und übernimmt die unternehmerische Mitverantwortung für den Erfolg des Projektes beim Kunden.

                                                                                          

(1) Studie des BVL, BME 2012: „Supply Chain Agility“ , S. 8
(2) Studie des BVL, BME 2012: „Supply Chain Agility“, S. 16