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Die strategische Bedeutung der Supply Chain

Zukünftige Herausforderungen für erfolgreiches Supply Chain Management

Entscheidend für den Wettbewerbsvorsprung von Unternehmen wird in Zukunft vor allem die Fähigkeit sein, Lieferketten richtig zu segmentieren und sie an die zukünftigen Veränderungen des Marktes und somit an die Produkt- und Geschäftsfeldstrategie anzupassen.

Erfolg durch zyklische Anpassung der Supply Chain Strategie

Die Supply Chain Strategie legt die Wertschöpfungsstrukturen eines Unternehmens fest. Diese sollte unter der Zielsetzung eines Best-in-Class-Services zum Markt definiert werden. Denn nur jene Unternehmen, die die Leistung zum Kunden in den Mittelpunkt ihrer Tätigkeit stellen, sind im Wettbewerb erfolgreich.

Der Zyklus der Veränderung einer Lieferkette ist meist gebunden an Neuprodukteinführungen, an Weiterentwicklungen von Produkten oder an das Ziel der Produktivitätssteigerung. In dem Bestreben die Kosten zu optimieren, wird im Laufe eines Produktlebenszyklus die Fertigungs-struktur kontinuierlich hinsichtlich ihrer Produktivität geprüft und verbessert. Eine Supply Chain kann daher kein einmalig festgelegtes Konstrukt sein, sondern muss als dynamisches Gebilde gesehen werden.

Planung und Steuerung: Der Schlüssel zur Vereinbarkeit von niedrigen Kosten und Reaktionsfähigkeit der Supply Chain

Die Fertigungsstruktur soll scheinbar unvereinbare Anforderungen wie hohe Flexibilität, hohe Reaktionsfähigkeit auf die Marktanforderungen und niedrige Kosten sicherstellen.

Dies ist durchaus möglich, wenn man die Herausforderung annimmt, von Beginn an die Wertschöpfungsstrukturen von den Marktanforderungen ausgehend zu konzipieren. Die Suboptimierung einzelner Segmente der Wertschöpfungskette wird aus unserer Sicht keine optimalen Ergebnisse zulassen, obwohl sich einzelne Stufen durchaus als Kostenführer darstellen. Die Gesamtheit der Supply Chain entscheidet und muss ein besseres Ergebnis zulassen, als die Summe der Teilprozesse.

Zentrales Element ist die Planung und Steuerung der Lieferkette. Sie ist umso bedeutender für die Reaktionsfähigkeit, die Kosten und die Mittelbindung, je komplexer die Produktmerkmale und die Produktions-struktur eines Unternehmens sind. Unabhängig von der
Eigenfertigungstiefe generiert eine schlecht gesteuerte Lieferkette Kosten und Bestände. Unternehmen mit einer optimal eingestellten Planung, Steuerung und Materialbewirtschaftung befinden sich in einer besseren Position. Profitabilität, Liquidität und somit die Möglichkeit mehr und schneller zu investieren bringen diesen Unternehmen einen nicht mehr einholbaren Wettbewerbsvorsprung.
 

Zentrale Herausforderung: Die richtige Standort- und Beschaffungsstruktur

Eine weitere Herausforderung der nächsten Jahre sehen wir darin, die Beschaffungs- und Standortstruktur eines Unternehmens auf die Anforderungen des Marktes auszurichten. Durch die Auslegung der Kapazitäten muss sichergestellt werden, dass die Supply Chain auf die Marktschwankungen reagieren kann, ohne das Kostenoptimum zu verlassen. Exzellente Unternehmen überprüfen kontinuierlich die Zukunftsfähigkeit der internen Wertschöpfungskette auf Reaktionsfähigkeit und Kosten.

Die Gefahr bei Make-or-Buy-Entscheidungen nur nach Kosten zu urteilen, kann gravierende Auswirkungen auf die Reaktionsfähigkeit des Unternehmens im Hinblick auf sich ändernde Marktanforderungen haben. Maßgebend ist es, Lieferketten richtig zu segmentieren und laufend an die Veränderungen der Produkt- und Geschäftsfeldstrategie anzupassen.

Effizienzsteigerung durch integriertes Realtime-Informations-management

Die wesentlichen Effizienzsteigerungen einer Supply Chain sind nicht alleine in der Produktions- und Beschaffungslogistik zu erzielen. Die Eingangsinformation an der Schnittstelle zum Kunden ist ebenfalls ausschlaggebend für die Kosteneffizienz und die Mittelbindung in der Lieferkette.

Aufbauend auf integrierte Realtime-Informationsmanagement-Konzepte wird in den nächsten Jahren die Online-Produktkonfiguration zum Standard für Best-in-Class-Unternehmen werden. Komplexe, innovative Produkte werden online konfiguriert werden, mit gleichzeitiger Darstellung der Kosten- und Preissensitivität an der Schnittstelle zum Kunden.

Dazu gehören auch die Verfügbarkeitsprüfungen von Produkten, Aggregaten und Komponenten in Echtzeit. Durch diese Technologien kann direkt ein verbindlicher Liefertermin festgelegt werden, da die Abstimmung online, mit den Planungen der Werke und Zulieferanten erfolgt.