cfl_cargo_bg.jpg
 
 

Stärkung der Marktposition durch Konzeption und Aufbau eines Europe Cargo Planning & Control Centers

Success Story am Beispiel der CFL cargo

Die CFL cargo, ein Tochterunternehmen der nationalen Luxemburger Eisenbahngesellschaft SNCFL, wurde 2006 durch die Fusion der Frachtsparte der SNCFL mit den internen Transportbetrieben der luxemburgischen ArcelorMittal Werke gegründet. Ihre Hauptaufgabe besteht in der Durchführung des Güterverkehrs für die Stahlindustrie sowie unter anderem die Mineralöl-, Baustoff- und Holzindustrie.

Internationale Expansion durch Nutzung der Chancen der Bahn-Liberalisierung

Aufgrund der geringen geografischen Landesgröße und des dadurch bedingten kleinen Kernmarktes, kann die CFL cargo nur durch internationale Aktivitäten wachsen. Die Liberalisierung des Bahnverkehrs mit entsprechenden legislativen Rahmenbedingungen der EU eröffnete dafür völlig neue Möglichkeiten.

Mit einem kundenorientierten Vertriebs- und Logistikkonzept sowie der Fokussierung auf hohe Flexibilität, Lieferfähigkeit und hohe Liefertermintreue bei konkurrenzfähigen Transportpreisen wurde mit dem Projekt „Freight for the future“ die Ausweitung und Diversifizierung der internationalen Materialtransporte in Angriff genommen.

Das Management der CFL cargo beauftragte die STREMLER AG mit der Unterstützung des Projektes zur Erreichung folgender Ziele:

  • Konzeption und Implementierung einer marktorientierte Auftrags- und effektiven Prozessabwicklung
  • Sicherstellung eines effizienten Personaleinsatzes für besten Lieferservice bei hoher Sicherheitsorientierung

Als oberstes Ziel strebte das Unternehmen dabei die Erwirtschaftung einer angemessenen Rendite unter der Sicherstellung eines Best-in-Class-Service europaweit an.

Wettbewerbsvorsprung durch Optimierung der Produktion und Aufbau eines Cargo Planning & Control Centers Europe

Nach einer zweimonatigen Analyse- und Konzeptionsphase wurden folgende operative Maßnahmen zur Realisierung der optimierten Supply Chain Management-Lösung auf Basis einer Pull-Steuerung definiert und umgesetzt:

  • Aufbau einer zentralen Planung und Steuerung für die Europaverkehre
    • CPC (Central Planning Center) zuständig für Zugverkehrsplanung auf Basis des Kundenbedarfs und Ressourcenbedarfsplanung (Mitarbeiter, Lokomotiven, Waggons, Trassen)
    • ELS (Einsatzleitstelle) verantwortlich für die detaillierte Steuerung und Disposition der Verkehre und Ressourcen auf Tagesbasis
  • detaillierte Prozessbeschreibungen mit Definition der übergeordneten Steuerungsaufgaben und Steuerungsprozesse
  • schrittweise Realisierung von durchgängigen Prozessen bis zum Endkunden
  • Aufbau einer Informationsmanagement-Architektur zur Sicherstellung der online Rückmeldung als Basis für die Realtime-Planung und -Steuerung sowie dezentrale Disposition mittels Hubs
  • Optimierung des werksinternen Kundenservices durch
    • Aufbau einer Leistungs- und Ressourcensteuerung auf Tagesbasis für die Werksverkehre eines großen Kunden
    • Aufbau eines Führungs- und Monitoring-Systems zur Sicherstellung der Leistung und der Servicevereinbarungen
  • Anpassung der Organisation und der erforderlichen Funktionen und Leistungseinheiten

Realisierung von Kosteneinsparungen

Bereits wenige Monate nach Projektstart wurde mit der Umsetzung gemeinsam verabschiedeter, konkreter Maßnahmen zur Erzielung eines nachhaltig positiven operativen Ergebnisses begonnen. Durch die konsequente Umsetzung im Rahmen der Reorganisation und Neuausrichtung der Ablauforganisation wurden Einsparungen in Höhe von mehreren Millionen Euro bei gleichzeitiger Erhöhung des Umsatzes erzielt. Quantitativen Ergebnisse wurden in folgenden Bereichen intensiv verfolgt und erzielt:

  • Personalkosten -20%
  • Traktionskosten -20 %
  • Waggonkosten -15%
     

Während des Projektes wurden weitere Potenziale ermittelt, die weitestgehend in einem direkten Zusammenhang mit einer fortschreitenden Automatisierung von Prozessen und Monitoring von Funktionen stehen.

Alle weiteren Ziele wie Senkung der Traktionskosten und Waggonkosten wurden ebenso erreicht.

Die Pünktlichkeit der Züge wurde, trotz der Zunahme der Transportleistung, gesteigert. Weitere Potenziale werden noch durch die Automatisierung erzielt werden. Die Kundenzufriedenheit wurde erheblich verbessert.

Steigerung der Brutto-Termintreue am Beispiel eines A-Kunden Werk

grafik_belval_100511_rz.png

Umsetzung der neuen Strukturen durch Change Management

Die fachliche Konzeption, die Begleitung der Projektrealisierung und die Schulung der Mitarbeiter für die neuen Aufgaben wurden von der STREMLER AG in sehr enger Zusammenarbeit mit den Verantwortlichen aller Ebenen unseres Kunden durchgeführt.

So konnte erreicht werden, dass insgesamt das Verständnis für Prozessoptimierung, die Notwendigkeit des aktiven Steuerns und der Regelkommunikation mit den internen und externen Partnern entlang der Supply Chain wuchs. Die Implementierung eines durchgängigen, kennzahlengestützten Produktionsmanagementsystems war und ist dafür und für weitere Verbesserungen ein unverzichtbares Instrument.

 

„Nur mit dem STREMLER-Projekt war es möglich gewesen, ein klassisches Eisenbahnverkehrsunternehmen zu einem wettbewerbsfähigen, internationalen Eisenbahnlogistikunternehmen weiter zu entwickeln.

herr_rippinger.jpg CFL cargo
Fernand Rippinger
CEO