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Realisierung des Europa-Logistik-Projektes „24 Stunden Reaktionszeit“

Success Story am Beispiel der SICK AG

Die SICK AG ist weltweit einer der führenden Hersteller von intelligenten Sensoren und Sensorlösungen für industrielle Anwendungen. Das 1946 gegründete Unternehmen mit Stammsitz in Waldkirch im Breisgau ist heute mit fast 50 Tochtergesellschaften und Beteiligungen sowie zahlreichen Vertretungen auf allen Kontinenten präsent. Der SICK-Konzern beschäftigt weltweit über 5.800 Mitarbeiter.

Projekt „Eurologistik“

SICK verfügte zu Beginn des Projektes über zwölf eigenständige Vertriebsgesellschaften in Europa, die in der Vergangenheit – ausgestattet mit einem eigenem IT-System und eigenen Vertriebslagern – alle Funktionen von der Auftragserfassung, über die Disposition und Rechnungsstellung bis hin zum Service in Eigenregie abdeckten. Der Nachschub der Vertriebslager erfolgte täglich bis wöchentlich aus dem Zentrallager am Hauptproduktionsstandort Waldkirch.

Um die schnelle und pünktliche Belieferung von Kunden weiter zu optimieren, hatte SICK das Projekt „Eurologistik“ initialisiert. Zur Schaffung der notwendigen Voraussetzungen für die Überführung des bestehenden zweistufigen Distributionskonzepts in eine Endkundendirektbelieferung, errichtete SICK am Standort Waldkirch ein neues Distributionszentrum.

Optimierung der Leistung und der Logistikkosten

Mit dem Projekt „Eurologistik“ beabsichtigte SICK,

  • die internen Prozesse in Produktion, Distribution und dem Bereich Service zu optimieren,
  • den Lieferservicegrad nachhaltig zu erhöhen
  • gleichzeitig die Kapitalbindung sowie die Distributionskosten zu reduzieren.

Es sollte ein leistungs- und kostenoptimierter Waren- und Informationsfluss für die Belieferung von europäischen Direktkunden konzipiert und realisiert werden. Zur Unterstützung der Realisierung dieser Ziele wurde die STREMLER AG beauftragt.

Aufgabenstellungen an die STREMLER AG

  • Evaluierung des von SICK erarbeiteten Eurologistik-Konzeptes
  • Definition der Anforderungen für die gesamte Supply Chain (Auftragsabwicklung, Produktion und Beschaffung)
  • Erarbeitung von Soll-Prozessen für Reparatur, Austausch und Retouren des Bereiches Service
  • Konsequente Vertretung der strategischen Linie
  • Unterstützung bei der Synchronisierung der einzelnen Themen

Prozessanalyse und -optimierung

In einem ersten Schritt wurden das von SICK erstellte Konzept und die Prozessbeschreibung für die Auftragsabwicklung der Europalogistik nach einer eingehenden Daten- und Prozessanalyse durch das STREMLER-Projektteam evaluiert und angepasst sowie die Anforderungen an die Leistungsfähigkeit der Bereiche Produktion und Beschaffung definiert. Alle in diesem Schritt dokumentierten Prozesse zwischen den Tochtergesellschaften und der Zentrale dienten als Basis für die Definition der Anforderungen an die ERP-Systeme Navision und SAP sowie deren Schnittstelle.

Anschließend identifizierte das Projektteam in allen Produktionsbereichen, im Einkauf und im Logistikzentrum die kritischen Prozesse und erarbeitete Lösungen zur Prozessoptimierung. Im Fokus stand eine durchgängige Terminierung und Priorisierung innerhalb der Supply Chain, um eine hohe Lieferfähigkeit und Liefertreue sicherzustellen. Ziel war hierbei die Implementierung einer kundenauftragssynchronen Endmontagensteuerung der einzelnen Produktionslinien.

Durch das Team der STREMLER AG wurde die Terminierung für eine Standard- und Expresslieferung in SAP neu parametrisiert. Die vom System ermittelten Planliefertermine konnten somit besser die Realität abbilden und erlaubten nun verlässliche Lieferterminzusagen gegenüber den europäischen Kunden. Die Qualitätsprüfung wurde vollständig in den Wareneingangsprozess integriert. Für das Logistikzentrum entwickelte das Team für den Wareneingang, die Verpackung und den Versand ein materialflussgerechteres Layout.

Im Bereich Service wurden die europäischen Reparatur-, Austausch- und Serviceprozesse mittels der Prozesskettenanalyse gemeinsam mit den Prozesseignern aufgenommen und visualisiert. Unter Moderation der STREMLER AG erfolgte eine gemeinsame Reflektion der Prozesse. Die Ergebnisse dienten als Basis für die weitere Soll-Prozessgestaltung. Eine erhebliche Verkürzung der Durchlaufzeiten konnte durch die Synchronisation des Informations- und Materialflusses sowie durch Elimination der Blindleistung und Reduktion von Schnittstellen erreicht werden.

Projektergebnisse

  • Senkung der Reaktionszeiten für die Kundenbelieferung durch
    • eine durchgängige Terminierung und Priorisierung der Kunden- und Fertigungsaufträge
    • die Reduktion der Durchlaufzeiten im Logistikzentrum
    • die Optimierung der bedarfssynchronen Endmontage
  • Senkung der Bestände und des Flächenbedarfs für die Lagerhaltung
  • Verbesserung des Kundenservice durch
    • die Reduktion der Durchlaufzeiten
    • die Erhöhung der Produktivität der Serviceprozesse

 

 „Die Umsetzung des Projekts „Eurologistik“ hat gezeigt, dass die Vorgehensweise in diesem Projekt und die Einbindung des Beraters STREMLER AG an den entsprechenden Stellen und bei den entsprechenden Themengebieten den Prozess sehr gut und für die Zielerreichung sehr wertvoll unterstützt haben. Die Umsetzung des Projekts „Eurologistik“ lief problemlos ab“

Henkel_Homepage_rz.jpg   SICK AG
Thomas Henkel
Leiter Logistik